Wir haben zum Fachtag eingeladen


Unser Thema „Wachsende Gewalt und erforderliche Schutzmaßnahmen als
Herausforderung im Hilfekontext“. Warum dieses Thema ? Fragen, die uns umtreiben:

  • gibt es tatsächlich gewachsene Gewalt in der Jugendhilfe und wie zeigt sie sich im pädagogischen Alltag oder sind wir äußeren Einflüssen gegenüber empfindlicher als noch vor einigen Jahren?
  • Sind es vor allem gewachsene inhaltliche Anforderungen an die Arbeit und deren Methodenvielfalt: Deeskalation, Partizipation, Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, altersgerechte pädagogische Konzepte, Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes u.a.
  • Sind die Erzieher/innen auf all diese Aufgabe durch ihre Ausbildung gut vorbereitet?

Neben vielen Kolleginnen und Kollegen von Kindeswohl-Berlin nahmen auch zahlreiche Gäste aus Berliner und Brandenburger Jugendämtern, wie auch Teilnehmer/innen verschiedener sozialer Institutionen und unsere Kooperationspartner aus Rensburg an unserer Veranstaltung im Max Delbrück Communications Center teil und gestalteten diese in den angebotenen Workshops aktiv mit. Interessierte konnten hier aus neun Themen wählen und sich eintragen. Höhepunkte des Fachtages waren die beiden Fachvorträge unserer beiden Gastrednerinnen Frau Dr. Etzold von der Charitè Berlin, sowie der Frau Matthé aus dem Jugendamt Pankow. Frau Dr. Etzold, als Gerichtsmedizinerin zeigte in ihrem Vortrag anschaulich und bildhaft das Ausmaß von Misshandlungen an kleinen Kindern und wie Verletzungen den Taten zugeordnet werden können.  Anschließend berichtete die Kinderschutzkoordinatorin von Pankow über die Bezirkskampagne „Pankow ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche“, an der wir uns als großer Träger in Pankow beteiligen werden. Die anschließende Podiumsdiskussion und die folgenden Workshops ermöglichten den Erfahrungsaustausch zu ausgewählten Themen. Die Ergebnisse werden im Nachhinein noch zusammengefasst und allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Mit diesem Thema sind wir angetreten, gemeinsam Antworten zu finden und Lösungen anzustreben nach Schutz vor Gewalt, Mobbing und Ausgrenzung von Kindern, Eltern und Kollegen/innen. Wir haben erkannt, dass jeder Träger allein Schutzkonzepte entwickeln muss, der gemeinsame Austausch von Erfahrungen aber auch für uns hilfreich war.